ANLEITUNG2018-12-02T19:52:37+00:00

ANLEITUNG

ANLEITUNG für Ihre sichere Cloudlösung

Der Windows-Server

Als ersten Schritt, zu einer sicheren Cloudlösung, installieren Sie den Server.

Nach der Installation des Servers unter Windows stellen Sie bitte sicher, dass die App automatisch mit Windows zusammen gestartet wird. Wie das genau eingestellt wird, hängt von Ihrer Windows-Version ab.

Folgende Einstellungen müssen ebenfalls durchgeführt werden:

  • Der Listen-Port des Servers muss aus dem Internet erreichbar sein: Die Windows Firewall sollte beim ersten Start des Server automatisch nachfragen, ob Sie eingehende Verbindungen zulassen. Bestätigen Sie das.

  • Zusätzlich muss der Router, der Ihr lokales Netz mit dem Internet verbindet, so konfiguriert sein, dass er den Listen-Port an den Server weiterleitet („Port Forwarding“).

  • Die Server-Applikation braucht volle Schreib- und Lese-Rechte für das Installations-Verzeichnis sowie die Projektverzeichnisse einschließlich aller Unterverzeichnisse. Es wird empfohlen, den Server NICHT in den „Programme“-Verzeichnissen Ihrer Windows-Installation zu installieren, sondern in einem anderen Verzeichnis, da bei den meisten Windows-Versionen Administrator-Rechte für Schreibzugriffe in den „Programme“-Verzeichnissen benötigt werden.

  • Nur Windows-Server erlauben einen unbegrenzten parallelen Zugriff von außen. Desktop-Versionen (z.B. Windows 7, 8, 10) beschränken den Zugriff i.d.R. auf 5 gleichzeitige aktive Benutzer.

Die Server-Applikation wird beim Start automatisch zu einem Icon im Tray-Bereich (dort, wo auch die Uhrzeit zu sehen ist), es wird kein eigenständiges Fenster geöffnet. Es gibt ein Pop-Up Menü für das Icon, mit dem Sie die Log-Ausgaben anschauen oder den Server neu starten können (z.B. nach einer Änderung der Konfiguration).

Erreichbarkeit aus dem Internet

Damit der Server von allen Clients aus dem Internet erreichbar ist, braucht es entweder eine feste IP-Adresse oder einen festen Server-Namen. Die meisten Internet-Anschlüsse für den Heimbedarf bieten aber nur dynamische IP-Adressen, die sich spätestens nach 24 Stunden ändern. Der Server wäre also nicht mehr erreichbar. Wir empfehlen, in diesem Fall eine dynamische Weiterleitung einzurichten. Diese erhalten Sie kostenfrei zum Beispiel bei https://www.noip.com/free  oder bei anderen Anbietern. Die meisten Anbieter lassen sich direkt in Ihrem Router, in der Regel unter der Einstellung „DynDNS“, einrichten.

Server Listen-Port

Die Server-Applikation wird von allem Clients unter dem sogenannten „Listen-Port“ angesprochen. Dies ist ein Port, der vom Internet aus erreichbar sein muss. Sie müssen daher Ihren Router bzw. die externen Firewalls so einrichten, dass dieser Port in Ihrem Heimnetz auf die Maschine weitergeleitet wird, auf der die Server-Applikation läuft. Server und Client handeln dann beim Verbindungsaufbau einen freien Port aus, unter dem die Kommunikation ablaufen kann.

Der Listen-Port muss ein Port sein, der auf Ihrem Server (dem PC) bisher nicht benutzt wird. Einige Ports sind standardmäßig vergeben, z.B. Port 80 für Webserver. Im Setup des Servers findet sich ein Button, der automatisch nach einem freien Port sucht. Dabei beginnt er bei Port 50.000. Sie können aber auch jeden anderen Port verwenden, von dem Sie sicher sind, dass er nicht verwendet wird.

Dateien auf dem Server

Ändern / Löschen Sie niemals Dateien in den Projektverzeichnissen des Server! Dies kann zu Fehlern in der Synchronisation und zu Datenverlust führen!

Der Windows-Client

Nach der Installation des Clients unter Windows stellen Sie bitte sicher, dass die App automatisch mit Windows zusammen gestartet wird. Wie das genau eingestellt wird, hängt von Ihrer Windows-Version ab. Jeder Client scannt periodisch den Inhalt des Projekt-Verzeichnisses und vergleicht ihn mit dem Server. Änderungen an Dateien werden automatisch zwischen Client und Server aktualisiert.

Die Client-Applikation wird beim Start automatisch zu einem Icon im Tray-Bereich (dort, wo auch die Uhrzeit zu sehen ist), es wird kein eigenständiges Fenster geöffnet. Es gibt ein Pop-Up Menu für das Icon, mit dem Sie die Log-Ausgaben anschauen können, Ihr Benutzer-Passwort ändern oder die Kommunikation mit dem Server testen können („Ping“).

Diese Beschreibung bezieht sich ausschließlich auf den Windows-Client. Für die mobilen Clients siehe: Google Play-Store / Apple App-Store.

Konfiguration der Windows-Apps

Server und Client werden vollständig über eine XML Konfigurations-Datei parametriert. Diese Dateien werden während des Setups bereits erzeugt und entsprechend konfiguriert. In den XML-Dateien sind Kommentare vorhanden, die Ihnen die Bedeutung der einzelnen Parameter erklären.

Die XML-Dateien sind unterteilt in einen „Allgemeinen“ und einen „Projekt“ Abschnitt. Der „Allgemeine“ Teil muss in jeder Konfiguration vorhanden sein. Der „Projekt“ Teil wird jeweils einzeln für jedes Projekt benötigt. Bitte beachten Sie, dass die Parameter indiziert sind. Wenn Sie Abschnitte hinzufügen, erhöhen Sie den Index des neuen Abschnittes entsprechend.

Eine typische Server Konfigurations-Datei sieht wie folgt aus (die Kommentare sind hier zur besseren Lesbarkeit entfernt):

Die Android App

Das Betriebssystem Android verwaltet die Lebenszyklen aller Apps im Hintergrund. Falls die Ressourcen von Android (z.B. der Speicher) knapp werden, entscheidet das Betriebssystem, welche Apps beendet werden. Eine App hat darauf zunächst keinen Einfluss. Auch die „Just a simple cloud“-App wird daher bei Bedarf durch das Betriebssystem beendet. Damit die Synchronisation im Hintergrund weiterlaufen kann, muss die „Just a simple cloud“-App auf die sogenannten „Whitelist“ gesetzt werden. Apps auf dieser Liste dürfen auch bei begrenzten Ressourcen weiterlaufen. Dazu wird die Berechtigung „REQUEST_IGNORE_BATTERY_OPTIMIZATIONS“ benötigt, die beim ersten Start der App automatisch beantragt wird. „Just a simple cloud“ versucht dann selbstständig, sich auf die Whitelist einzutragen. Da jedoch jeder Hersteller von Smartphones das Betriebssystem anpasst, gibt es dafür kein absolut verlässliches Verfahren. Prüfen Sie daher nach der Installation, ob „Just a simple cloud“ wirklich auf der Whitelist eingetragen ist.

Rufen Sie die Einstellungen von Anroid auf und navigieren Sie dann zu der „Akku-Optimierung“. Dort muss „Just a simple cloud“ als „nicht optimiert“ eingetragen sein!

Wozu werden die Berechtigungen benötigt?

Jede Android-App beantragt beim Betriebssystem unterschiedliche Berechtigungen, um auf kritische Funktionen zugreifen zu können. Grundsätzlich sollten diese Berechtigungen so restriktiv wie möglich gehalten werden. So darf beispielsweise „Just a simple cloud“ nicht auf Ihre Kontakte zugreifen. Die folgenden Berechtigungen werden für eine korrekte Funktion der App benötigt:

  • INTERNET: Zugriff über das Internet auf den Projekt-Server

  • RECEIVE_BOOT_COMPLETED: automatischer Start der App im Hintergrund, wenn das Handy neu gestartet wurde

  • READ_PHONE_STATE: Prüfung, ob eine hinreichend schnelle Internet-Verbindung besteht

  • WRITE_EXTERNAL_STORAGE: Zugriff auf Speicher, um das Projektverzeichnis dort abzulegen

  • READ_EXTERNAL_STORAGE: Zugriff auf Speicher, um von dort das Projektverzeichnis zu lesen

  • REQUEST_IGNORE_BATTERY_OPTIMIZATIONS: De-Aktivierung des Power-Management, damit die App auch im Standby Synchronisationen durchführen kann (siehe oben)